top of page
Programm

1.SEPT

13-23:00 UHR 

HOLZMARKT BERLIN

web_03_becken.png
web_05_trommel.png
web_titel_2200px.png

Installationen

ALBRECHT FERSCH / IOANA VREME-MOSER / 

 KOLLAGE KOLLECTIV/ DYLAN SHERIDAN  /

ERWIN STACHE / DANIEL BORNMANN / KOLJA KUGLER / JOHANNES TILL / JAN WITT

Kolja Kugler

Drummer der One Love Maschine Band 

Kolja_Kugler.png

Unite or die! Die “One Love Machine Band” ist eine legendäre Gruppe aus pneumatisch angetriebenen Roboterskulpturen. Zwischen Schrott und schwerem Metall versprühen sie allgemeine Lebensfreude, denn sie spielen gekonnt auf echten Musikinstrumenten. Menschlicher Leiter des Roboterkunstensembles ist der in Berlin geborene Kolja Kugler. In den frühen neunziger Jahren arbeitete Kolja mit The Mutoid Waste Company zusammen. An der ehemaligen Frontlinie des Kalten Krieges, dem Potsdamer Platz in Berlin, lebten, arbeiteten und stellten sie ihre Werke aus. Sie verwandelten ehemalige Kriegsmaschinen in friedliche Kunstobjekte. 

Mit der Zeit entdeckte Kolja, wie er seine Skulpturen mit Hilfe von Luftdruck beleben konnte. Nachdem er jahrelang mit den Techno-Underground-Kunstgruppen Alien Pulse Agency und Spiral Tribe durch Europa gereist war, begab sich Kolja auf seine eigenen Reisen um die Welt (2001–2006). Während dieser Touren stellte er seine größte Roboterskulptur "Sir Elton Junk" auf verschiedenen Kontinenten aus. Seit 2006 ist Kolja nach Europa zurückgekehrt und sammelt weiterhin jeden Schrott ein, um ihm ein neues inspirierendes Leben einzuhauchen.

Albrecht Fersch 

N° 17684 - Tam-Tam-Stamm (2019)

Installation_Tam_Tam_Stamm_Albrecht_Fersch.jpg

‘Ne Menge Holz! ‘Ne Menge Sound! Ein Fichtenstamm, 2 Meter lang und 70cm im Durchmesser, wurde während eines zweiwöchigen Symposiums entrindet, ausgehöhlt und glatt gehobelt. Drähte und Rundstangen aus dickem Aluminium, verzinktem Eisen und Federstahl wurden zu Spiralen und Federn gebogen und zusammen mit einigen industriell gefertigten Druckfedern am Resonanzkörper befestigt. Die Metallelemente des Instruments können mit verschiedenen Schlägeln aus Holz, Filz, Gummi oder mit dünnen Gewindestangen bespielt werden.

Kollage Kollective

Arcade Ex 

KollageKollectiv_Mannheim-09395.jpg

Game over? Noch lange nicht! Mit dieser künstlerischen Wiederauflage eines Spielautomaten erfindet Arkade-Ex neu, was ein Videospiel sein kann. Das Kollage Kollectiv hat einen altmodischen Orgel-Synthesizer mit einer Schuhputzmaschine und einem elektrischen Rollstuhl zusammengebaut. Das Hacken von regenerierter elektronischer Hardware lädt ein, auf unendliche Weise mit ihrer multimedialen Gestaltung zu experimentieren. Ganze 17 Potentiometer und Schalter wurden programmiert, um den visuellen Inhalt zu steuern.

Ioana Vreme Moser 

Arboreal

Receptores Nr.2

Herbst 2021

ArborealReceptors_IVM.jpg

Alles ist verbunden. Alles kommuniziert. Aber nicht immer über die gleichen Netzwerke. Ioana Vreme Moser wagt die Verknüpfung zweier unterschiedlicher und oft übersehener Informationssysteme: Das menschengemachte große Netz aus radioelektromagnetischen Feldern in der Luft und unter der Erde, in den Wurzeln verwoben, ein Netzwerk der Mykorrhiza-Pilzsysteme, auch bekannt als das Wood Wide Web. 

 

Inspiriert von den Funktionsprinzipien früherer Experimente mit dem Radioempfang von Bäumen, verwandelt Arboreal Receptors durch die Anbringung von skulpturalen Instrumenten Bäume in Antennen. Diese fangen die Momente ein, in denen sich elektromagnetische und organische Netzwerke gegenseitig stören. Sobald die Instrumente in einem Baumkollektiv aktiviert sind, bewegen sie sich in unregelmäßigen Mustern und enthüllen die Zusammenstöße zwischen natürlichen und künstlichen Informationssystemen.

Dylan Sheridan:

Wet Music!

Sheridan - MIDI-paint-roller.png

Cacophonic Canvas lädt dazu ein, mit speziell entwickelten musikalischen Zeichenwerkzeugen – MIDI-Farbwalzen, oszillierenden Mikrofonstiften und klangaktivierten Pinseln – zu spielen, um synästhetische Melodien, Rhythmen und Klangfarben zu komponieren. Hier kann erlebt werden, wie musikalische Kunstwerke auf einer großformatigen Leinwand zum Leben erwachen. Die intuitiven Werkzeuge sind so gebaut, dass sie ein Publikum aller Altersgruppen, künstlerischen Hintergründe und musikalischen Fähigkeiten ansprechen. Sie ermöglichen, dass alle Neugierigen auf recht einfache Weise an einem sich ständig weiterentwickelnden gemeinschaftlichen Kunstwerk teilnehmen können. Das Ganze mündet in einer kakophonischen Leinwand aus Farben und Klängen. Wet music!

Erwin Stache

87,3 Kilo Ohm 

ErwinStache-FotoVYT.jpg

Metallrohre dienen als Messfühler. Werden mindesten zwei von ihnen durch Berührung elektrisch verbunden, fließt ein ganz geringer Strom von einem Pol zum anderen. Das Schwanken des Hautwiderstandes, ausgelöst durch unterschiedliche Druckausübung auf das Metall, beeinflusst Klänge, Töne, und Geräusche.

Man kann sich durch zahlreiche Klänge hindurch bewegen, so als hätte man ein Orchester, welches spontan auf jeden Fingerzeig reagiert. Auch gegenseitiges Berühren, wie das Tippen auf die Hand oder das Ziehen am Ohr kann zum Gestalten von Tönen verwendet werden (UA 2003 Düsseldorf).

Klingelnatter

Daniel Bornmann
Flaschenschmiede_Klingelnatter.jpg

Die Klingelnatter ist das letzte überlebende Reptil des Luftzeitalters. Aber keine Angst, sie will nur spielen! Sie schlängelt sich über das Festival-Gelände und lauert auf Neugierige. Für den Klangkünstler Daniel Bornmann ist Musik die zentrale Möglichkeit Kreativität, Intuition und Hingabe auszudrücken. In seiner Liebe zur Einfachheit und zur Schaffung neuer Zusammenhänge, bildet die flairdrum, ein von ihm selbst entwickeltes Xylophon aus PET-Flaschen, den Schwerpunkt seines kreativen Wirkens. 

Dies vermittelt er seit 2018 auch durch vielfältige Workshops und seine Klingelnatter - bis jede Flasche erklingt. 

Jan Witt 

Das Theremin

Jan_Witt_Theremin.jpg

Als er zufällig eine alte Originalaufnahme des Instruments hörte, war die Faszination sofort da: Seit einigen Jahren beschäftigt sich Jan Witt in seiner Freizeit mit dem Theremin, sowohl technisch-physikalisch als auch mit den musikalischen Ausdrucksformen, und setzt das in optimal einfache elektronische Schaltungen und Aufbauten für Demonstrationszwecke um. Der Experimentalphysiker und ehemalige Lehrer gibt sein Wissen über das Theremin gern an Interessierte weiter. Das Theremin gehört zu den ersten elektronischen Instrumenten überhaupt und wird berührungslos mit beiden Händen jeweils für Tonhöhe und Lautstärke gespielt. Die Ausprägung und Vielseitigkeit als monophones Musikinstrument ist keinem Genre klar zuzuordnen und gibt so Raum für Improvisationen, meditative und experimentelle Klänge.

bottom of page